Prüfplaketten nach BGV A3


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Prüfplaketten nach BGV A3 / DGUV Vorschrift 3

Prüfplaketten nach BGV A3 kennzeichnen geprüfte elektrische Anlagen und Betriebsmittel direkt am Gerät. Die BGV A3 heißt seit 2014 DGUV Vorschrift 3 – inhaltlich hat sich dadurch nichts geändert. In unserem Onlineshop erhalten Sie Prüfplaketten für die DGUV-V3-Prüfung in robuster HI-TACK-Folie, mit Jahresfarben oder individuell mit Logo und Wunschtext.

BGV A3 heißt heute DGUV Vorschrift 3

Mit der Neunummerierung des Regelwerks der gesetzlichen Unfallversicherung erhielt die BGV A3 zum 1. Mai 2014 die Bezeichnung DGUV Vorschrift 3 „Elektrische Anlagen und Betriebsmittel“. Paragrafentext, Durchführungsanweisungen und die Kennzeichnung mit Prüfplaketten blieben sachlich unverändert. Die DGUV empfiehlt jedoch, bei der Neubestellung von Prüfplaketten die aktuelle Bezeichnung zu verwenden. Für Einrichtungen der öffentlichen Hand (Unfallkassen) gilt die inhaltsgleiche DGUV Vorschrift 4 (früher GUV-V A3).

Was regelt die Prüfung nach DGUV Vorschrift 3?

Nach § 5 DGUV Vorschrift 3 muss der Unternehmer dafür sorgen, dass elektrische Anlagen und Betriebsmittel auf ihren ordnungsgemäßen Zustand geprüft werden:

  • vor der ersten Inbetriebnahme sowie nach Änderung oder Instandsetzung,
  • wiederkehrend in Fristen, die Mängel rechtzeitig erkennen lassen,
  • durch eine Elektrofachkraft oder unter deren Leitung und Aufsicht.

Ergänzend gelten die Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV) sowie die TRBS 1201 (Prüfungen und Kontrollen) und TRBS 1203 (zur Prüfung befähigte Personen). Ortsveränderliche Geräte werden nach DIN EN 50699 (VDE 0702) wiederkehrend und nach DIN EN 50678 (VDE 0701) nach einer Instandsetzung geprüft.

 

Richtwerte für Prüffristen

Prüfobjekt Richtwert (Durchführungsanweisung zu § 5)
Elektrische Anlagen und ortsfeste Betriebsmittel 4 Jahre
Anlagen in Betriebsstätten, Räumen und Anlagen besonderer Art 1 Jahr
Ortsveränderliche Betriebsmittel, z. B. Verlängerungsleitungen 6 Monate, auf Baustellen 3 Monate

 

Die konkreten Fristen legt der Betrieb auf Basis der Gefährdungsbeurteilung fest – abhängig von Beanspruchung, Einsatzumgebung und Fehlerquote.

Ortsfeste und ortsveränderliche Betriebsmittel

Ortsveränderlich sind Betriebsmittel, die während des Betriebs bewegt oder leicht umgesetzt werden können, während sie am Stromnetz angeschlossen sind – etwa Bohrmaschinen, Wasserkocher oder Kabeltrommeln.

Ortsfest sind fest angebrachte oder aufgrund ihrer Masse nicht leicht bewegliche Betriebsmittel wie Maschinen, Schaltschränke oder Produktionsanlagen.

Was leistet eine Prüfplakette?

Eine Prüfplakette zeigt den Prüfstatus und den nächsten Prüftermin auf einen Blick. Beschäftigte, Instandhaltung und Sicherheitsfachkräfte erkennen sofort, ob ein Gerät verwendet werden darf.

Wichtig: Die Plakette ist ein sichtbarer Hinweis am Prüfobjekt – sie ersetzt weder die fachgerechte Elektroprüfung noch die Dokumentation in Prüfprotokoll oder Prüfbuch.

Häufige Fragen

Die Prüffristen richten sich nach der Art des Betriebsmittels, den Einsatzbedingungen und der Gefährdungsbeurteilung im Unternehmen. Eine pauschale Prüffrist für alle Geräte gibt es nicht.

Typische Prüfintervalle für ortsveränderliche elektrische Betriebsmittel liegen häufig zwischen 6 Monaten und 2 Jahren. In Werkstätten, Produktionsbereichen oder auf Baustellen können kürzere Prüfintervalle erforderlich sein als in Büroumgebungen.

Nein, eine Prüfplakette ist nicht gesetzlich vorgeschrieben. Die Durchführung und Dokumentation der Prüfung sind jedoch verpflichtend.

Prüfplaketten haben sich bewährt, um den Prüfstatus eines Geräts schnell erkennbar zu machen und den nächsten Prüftermin sichtbar zu kennzeichnen.

Geprüft werden müssen elektrische Anlagen und Betriebsmittel auf ihren sicheren Zustand. Dabei werden unter anderem Sichtprüfungen, elektrische Messungen und Funktionsprüfungen durchgeführt.

 

Je nach Prüfobjekt können beispielsweise folgende Punkte kontrolliert werden:

  • Gehäuse und Anschlussleitungen
  • Schutzleiter und Schutzmaßnahmen
  • Isolationswiderstand
  • Funktionsfähigkeit des Geräts
  • Beschädigungen und Mängel

 

Ziel ist es, mögliche Gefährdungen durch elektrische Defekte frühzeitig zu erkennen.

Eine BGV-A3- beziehungsweise DGUV-V3-Prüfung darf nur von einer Elektrofachkraft oder einer befähigten Person durchgeführt werden.

Die prüfende Person muss über die erforderliche fachliche Ausbildung, praktische Erfahrung und Kenntnisse der einschlägigen Vorschriften verfügen. Nur so kann die ordnungsgemäße Durchführung und Bewertung der Prüfung sichergestellt werden.

Die Kosten einer BGV-A3-Prüfung hängen von Faktoren wie der Anzahl der Geräte, dem Prüfaufwand und dem Einsatzort ab.

 

Typische Einflussfaktoren sind:

  • Anzahl der zu prüfenden Betriebsmittel
  • Art der Geräte oder Anlagen
  • Standort des Unternehmens
  • Dokumentationsaufwand

 

Da sich die Kosten je nach Betrieb stark unterscheiden können, wird die Prüfung meist individuell kalkuliert.

Nein, die Bezeichnung BGV A3 ist offiziell nicht mehr gültig. Sie wurde durch die DGUV Vorschrift 3 ersetzt.

 

Im betrieblichen Alltag wird der Begriff „BGV A3“ jedoch weiterhin häufig verwendet. Inhaltlich beziehen sich heutige Prüfungen auf die Anforderungen der DGUV Vorschrift 3.

Nein, nicht jeder kann UVV-Prüfungen durchführen. Je nach Prüfbereich sind bestimmte fachliche Qualifikationen und Kenntnisse erforderlich.

 

Für Elektroprüfungen nach DGUV Vorschrift 3 müssen Prüfer beispielsweise über elektrotechnische Fachkenntnisse verfügen und als Elektrofachkraft oder befähigte Person tätig sein.

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