Laser und andere technische Gefahrenquellen sind aus der modernen Industrie nicht mehr wegzudenken. Doch mit der steigenden Komplexität wächst auch das Risiko für Mitarbeiter. Maschinenkennzeichnung und normgerechte Warnschilder sind unverzichtbar für die Arbeitssicherheit. In diesem Beitrag erfahren Sie, welche Normen gelten und wie Sie Ihre Maschinen richtig kennzeichnen.
Was bedeutet Laser und warum ist er gefährlich?
Der Begriff LASER ist ein Akronym für „Light Amplification by Stimulated Emission of Radiation“. Er beschreibt sowohl das Gerät als auch den physikalischen Prozess, bei dem Licht durch stimulierte Emission verstärkt wird. Laserstrahlen sind elektromagnetische Wellen im Bereich von 100 nm bis 1 mm und kommen in zahlreichen Anwendungen vor – von der Lasermarkierung über die Materialbearbeitung bis hin zur Medizintechnik.
Gefahrenpotenzial:
Laserstrahlen sind extrem energiereich und können auf kleinste Flächen fokussiert werden. Das führt zu Risiken wie:
- Augenverletzungen durch den Brennglas-Effekt
- Hautschäden wie Verbrennungen oder Entzündungen
- Brandgefahr bei leistungsstarken Lasern
Je nach Laserklasse (1 bis 4) steigt das Gefährdungsrisiko erheblich. Deshalb ist eine klare Kennzeichnung und Schutzmaßnahmen zwingend erforderlich.
Übersicht der Laserklassen und ihre Gefährdungspotenziale
Die Klassifizierung von Lasern ist entscheidend für die Auswahl geeigneter Schutzmaßnahmen und die richtige Kennzeichnung. Nach der Norm DIN EN 60825-1 werden Laser in folgende Klassen eingeteilt:
Laserklasse
Beschreibung
Gefährdung
Kennzeichnungspflicht
Klasse 1
Sicher im Normalbetrieb, keine Gefährdung für Augen oder Haut
Keine
Warnschild empfohlen bei Servicearbeiten
Klasse 1M
Sicher für das Auge, außer bei Verwendung optischer Hilfsmittel (z. B. Lupen)
Gering
Warnschild erforderlich
Klasse 2
Sichtbarer Laserstrahl (400–700 nm), ungefährlich bei kurzer Einwirkzeit
Augenreizungen möglich
Warnschild erforderlich
Klasse 2M
Wie Klasse 2, aber gefährlich bei optischen Hilfsmitteln
Augenreizungen möglich
Warnschild erforderlich
Klasse 3R
Laserstrahl kann gefährlich für das Auge sein, begrenzte Leistung
Augenverletzungen
Warnschild erforderlich
Klasse 3B
Direkter Blick in den Strahl gefährlich für Augen und Haut
Hohe Verletzungsgefahr
Warnschild + zusätzliche Schutzmaßnahmen
Klasse 4
Sehr leistungsstark, gefährlich für Augen, Haut und Brandrisiko
Extrem hohe Gefahr
Warnschild + Zugangsbeschränkung + Laserschutzbeauftragter
Aktuelle Normen und Vorschriften für Laser und Maschinenkennzeichnung
Die Maschinenkennzeichnung unterliegt strengen gesetzlichen Vorgaben.
Wichtige Regelwerke sind:
- Maschinenrichtlinie 2006/42/EG: Grundlegende Sicherheitsanforderungen für Maschinen
- ISO 7010: Einheitliche Gestaltung von Sicherheitszeichen
- DIN EN 61310: Anforderungen an Warn- und Bedienhinweise
- UVV (Unfallverhütungsvorschriften): Betreiberpflichten zur Unfallvermeidung
- VDE 0837: Spezielle Norm für Lasergeräte
Pflichten für Betreiber:
- Klassifizierung der Laser nach Gefährdungsgrad (Klassen 1, 1M, 2, 2M, 3R, 3B, 4)
- Meldung von Lasereinrichtungen der Klasse 3B und 4 an die zuständige Behörde*
- Bestellung eines Laserschutzbeauftragten bei Hochleistungslasern*
*Mehr Informationen zu ihren Pflichten finden Sie hier.
Warnschilder für Laser und andere Gefahrenquellen
Normgerechte Warnschilder sind Pflicht und dienen dem Schutz der Mitarbeiter.
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Alle Warnschilder müssen nach ISO 7010 gestaltet und gut sichtbar angebracht werden. Sie sind in verschiedenen Materialien erhältlich – von selbstklebenden Folien bis zu robusten Aluminium- oder Kunststoffschildern. Die gesamte Auswahl finden Sie in unserem Onlineshop!
Erweiterte Schutzmaßnahmen bei Laserklasse 3B und 4
Bei leistungsstarken Lasern, wie die der Klasse 3B und 4, reichen Warnschilder allein nicht aus. Zusätzliche Maßnahmen sind erforderlich:
- Zugangsbeschränkungen für Laserbereiche
- Schlüsselschalter zur Sicherung der Laserquelle
- Schutzbrillen mit geeigneter Filterwirkung
- Schirme und Blenden, um Streustrahlung zu verhindern
Diese Maßnahmen sind gesetzlich vorgeschrieben und müssen regelmäßig überprüft werden.
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Die Lasertechnologie bietet enorme Vorteile, birgt aber auch erhebliche Risiken. Mit normgerechten Warnschildern, klarer Maschinenkennzeichnung und ergänzenden Schutzmaßnahmen stellen Sie sicher, dass Ihre Mitarbeiter geschützt sind und alle gesetzlichen Anforderungen erfüllt werden. Investieren Sie in hochwertige Kennzeichnungslösungen – für maximale Sicherheit und Rechtssicherheit.
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