Sauberkeit ist gut, Sicherheit ist besser – Warum Sie beim Frühjahrsputz unbedingt Ihre Fluchtwegschilder prüfen sollten
Der Frühjahrsputz bringt frischen Glanz in Ihre Arbeitsbereiche – doch echte Sicherheit entsteht erst, wenn auch Ihre Fluchtwegschilder und Rettungszeichen auf dem neuesten Stand und voll funktionsfähig sind. Gerade im gewerblichen Umfeld entscheidet die eindeutige Kennzeichnung darüber, ob Menschen im Notfall schnell und sicher den Weg ins Freie finden. Als Spezialist für normgerechte Sicherheitskennzeichnung zeigen wir Ihnen, worauf Sie achten sollten und warum die jährliche Frühjahrsinspektion der ideale Zeitpunkt dafür ist.

Warum die Kontrolle von Fluchtwegschildern besonders jetzt wichtig ist

Staub, Verschmutzungen, verblasste Farben oder verdeckte Sichtachsen – all das beeinträchtigt die Erkennbarkeit Ihrer Rettungszeichen. Besonders im Frühjahr, wenn in vielen Betrieben intensiv gereinigt und umgeräumt wird, lohnt sich ein kritischer Blick auf sämtliche Beschilderungen.

Tagsüber sichtbare, nachts aber unbrauchbare Schilder?

Wenn ein Rettungsschild tagsüber gut aussieht, funktioniert es auch im Notfall – ein häufiger Irrtum!
Leider falsch. Denn bei einem Stromausfall oder starker Rauchentwicklung sind viele Schilder plötzlich nicht mehr sichtbar. Der Frühjahrsputz bietet daher die perfekte Gelegenheit normgerechte, langnachleuchtende Schilder einzusetzen, z. B. Permalight Power der Leuchtklasse C, die selbst nach 60 Minuten noch sicher erkennbar bleiben.

Rechtliche Vorgaben – Was heute wirklich zählt

Damit Ihre Beschilderung den gesetzlichen Anforderungen entspricht, müssen mehrere aktuelle Normen berücksichtigt werden. Hier die wichtigsten Grundlagen (Stand 2026):

ASR A1.3 – Sicherheits- und Gesundheitsschutzkennzeichnung

Die ASR A1.3 bildet die zentrale Grundlage für alle gültigen Sicherheits- und Rettungszeichen und legt verbindlich fest, wie Kennzeichnungen gestaltet sein müssen, um im Notfall eindeutig erkannt und richtig verstanden zu werden. Darunter fallen folgende Anforderungen:
  • Form, Farbe und Größe der Rettungszeichen
  • Erkennungsweiten
  • Einsatzbereiche
  • Normgerechte Piktogramme (übernommen aus DIN EN ISO 7010)
 
Nur Zeichen nach DIN EN ISO 7010 entsprechen heute dem aktuellen Stand der Technik.
Ältere DIN 4844‑Schilder sollten ersetzt werden.

ASR A2.3 – Fluchtwege und Notausgänge

Die ASR A2.3 legt detailliert fest, wie Fluchtwege und Notausgänge gestaltet, gekennzeichnet und geführt werden müssen, damit im Ernstfall eine sichere und schnelle Evakuierung gewährleistet ist. Aus ihr gehen u. a. folgende Kriterien hervor:
 
  • Anforderungen an Fluchtwegführung
  • Pflicht zur gut sichtbaren Rettungswegkennzeichnung
  • Kombination mit Richtungspfeilen
  • Anforderungen an Rettungswegpläne

ASR A3.4 – Beleuchtung

Die ASR A3.4 konkretisiert, wie Fluchtwege und Sicherheitsbereiche ausreichend beleuchtet sein müssen, damit Rettungszeichen jederzeit – auch bei Stromausfall – zuverlässig wahrgenommen werden können. 
Diese Regel ist entscheidend für:
 
  • Eine normgerechte Sicherheitsbeleuchtung
  • Die ausreichende Ausleuchtung von Rettungszeichen
  • Mindestbeleuchtungsstärken an Fluchtwegen

Eine große Auswahl an Rettungs- und Sicherheitsleuchten finden Sie in unserem Onlineshop!

Wo keine Sicherheitsbeleuchtung vorhanden ist, müssen langnachleuchtende Rettungszeichen installiert werden.

DIN EN ISO 7010 – Internationale grafische Symbole

Die DIN EN ISO 7010 sorgt mit einheitlichen, international verständlichen Symbolen dafür, dass Rettungszeichen überall gleich interpretiert werden und im Notfall keine Zeit durch Missverständnisse verloren geht.
Sie ist seit 2013 verbindlich in der ASR A1.3 verankert und deckt damit folgende Kriterien ab:
 
  • Einheitliche Piktogramme
  • Gültige Rettungszeichen E001 bis E030
  • Klare Symbole ohne Text, weltweit verständlich

Eine große Auswahl an SIcherheitskennzeichen nach DIN EN ISO 7010 finden Sie in unserem Onlineshop!

DIN 67510 – Leuchtdichteklassen

Die DIN 67510 legt verbindlich fest, wie leistungsstark nachleuchtende Rettungszeichen sein müssen, um auch bei vollständiger Dunkelheit zuverlässig Orientierung zu ermöglichen.
Sie definiert, wie stark und wie lange ein Rettungsschild nachleuchten muss.
Wir empfehlen aufgrund der folgenden Kriterien PERMALIGHT® power (Leuchtklasse C):
 
  • Hohe Anfangsleuchtdichte
  • Deutlich längere Nachleuchtzeit
  • Zuverlässig erkennbar – auch für Einsatzkräfte
Damit sind Sie rechtlich sicher aufgestellt und erhöhen gleichzeitig Ihre Evakuationssicherheit erheblich.
Eine große Auswahl an PERMALIGHT® power (Leuchtklasse C) Sicherheitskennzeichen finden Sie in unserem Onlineshop!

Diese Aspekte sollten Sie beim Frühjahrsputz unbedingt überprüfen

Damit Ihre Rettungswegkennzeichnung voll funktionsfähig bleibt, achten Sie bei der Prüfung auf folgende Punkte:
 

1. Sind alle Schilder frei sichtbar?

  • Sind keine Pflanzen, Regale oder Kartons davor?
  • Wurde bei Umbaumaßnahmen eine Sichtlinie verdeckt?

2. Sind die Schilder sauber und farbkräftig?

Staub, Schmutz oder UV-Licht können Piktogramme unkenntlich machen.
Reinigen genügt oft nicht – verblasste Schilder müssen ersetzt werden.
 

3. Stimmt die Erkennungsweite noch?

Laut ASR A1.3 muss von jedem Punkt eines Fluchtwegs mindestens ein Schild sichtbar sein.
Beispiel:
  • Beobachtungsabstand 20 m = Schildgröße mindestens 200 x 400 mm
  • Großhalle? = XXL‑Format empfohlen

4. Funktionieren die nachleuchtenden Schilder noch?

Gerade bei älteren Modellen lässt die Leuchtkraft nach.
Kontrollieren Sie daher folgende Punkte:
 
  • Leuchtdichte bei Lichtausfall
  • Dauer bis zur Dunkelheit
  • Gleichmäßigkeit der Nachleuchtfläche
Wenn das Schild kaum noch sichtbar ist – sofort austauschen!

5. Sind die Richtungspfeile korrekt kombiniert?

Die neue DIN TR 4844‑4 gibt eine klare Pfeillogik vor:
 
  • Pfeil nach oben = geradeaus weiter / Treppe hinauf
  • Pfeil nach unten = geradeaus nach unten / Treppe hinunter
  • Pfeil links/rechts = Richtungswechsel
Falsche Pfeile führen im Notfall zu fatalen Irrwegen.

Wie oft sollten Fluchtwegkennzeichnungen überprüft werden?

Die ASR empfiehlt eine regelmäßige Sicht- und Funktionsprüfung:
 
  • Mindestens einmal jährlich (idealerweise im Frühjahrsputz)
  • Nach jedem Umbau oder Raumwechsel
  • Bei Veranstaltungen
  • Im laufenden Betrieb, wenn Verschmutzungen auftreten
Die jährliche Dokumentation dient als Nachweis für Behörden und Versicherungen.

Wann wird ein Austausch dringend empfohlen?

Sicherheitskennzeichnungen im Allgemeinen sollte ausgetauscht werden, wenn:
 
  • Sie älter als 10 Jahre sind
  • Die Leuchtkraft nachgelassen hat
  • Die nicht nach DIN EN ISO 7010 gestaltet sind
  • Sie nicht mehr die Erkennungsweite erfüllen
  • Sie beschädigt, verschmutzt oder vergilbt sind
Tipp:
Modernisieren Sie direkt auf PERMALIGHT® power (Leuchtklasse C)
damit erfüllen Sie die Normen zuverlässig und verbessern gleichzeitig die Evakuationssicherheit.

Normgerechte Rettungszeichen auf einen Blick

Alle Produkte für eine komplette, rechtssichere Fluchtwegbeschilderung finden Sie in unserem Onlineshop.
Dort bieten wir Ihnen:
Sie haben Fragen oder benötigen Fachberatung?
📞 07261 – 952 777
✉️ vertrieb@hein.eu
Wir unterstützen Sie gern bei der sicheren Umsetzung Ihrer Kennzeichnung.