
Was ist ein Türwächter?


Welche Normen gelten für Notausgänge und Paniktüren?
DIN EN 179: Notausgangsverschlüsse
Die DIN EN 179 beschreibt Anforderungen an Notausgangsverschlüsse mit Drücker oder Stoßplatte. Sie kommt typischerweise dort zum Einsatz, wo die Nutzer mit dem Gebäude vertraut sind und die Bedienung des Notausgangs bekannt ist.
DIN EN 1125: Paniktürverschlüsse
Die DIN EN 1125 regelt Paniktürverschlüsse mit horizontaler Betätigungsstange, häufig auch als Panikstange bezeichnet. Diese Norm findet vor allem in Bereichen Anwendung, in denen sich viele Personen aufhalten, beispielsweise in:
- Versammlungsstätten
- Einkaufszentren
- Hotels
- Schulen
- Krankenhäusern
DGUV Information 208-010
Die DGUV Information 208-010 bietet zusätzliche praktische Hinweise zur Auswahl und Verwendung von Verschlüssen für Notausgänge.
Barrierefreiheit berücksichtigen
Je nach Gebäudeart sollten außerdem die Anforderungen der DIN 18040 für barrierefreies Bauen berücksichtigt werden.
Insbesondere bei der Auswahl von Sicherungseinrichtungen ist darauf zu achten, dass Personen mit eingeschränkter Mobilität, Senioren oder Menschen mit Behinderungen Notausgänge ohne unnötige Kraftanstrengung nutzen können.
Warum werden Türwächter eingesetzt?
- Verlust der Zutrittskontrolle
- Beeinträchtigung des Brandschutzes
- Erhöhtes Diebstahlrisiko
- Unkontrollierter Personenverkehr
- Höhere Energiekosten durch offenstehende Türen
Die wichtigsten Vorteile eines Türwächters
1. Sichtbare Abschreckung
Bereits die deutlich erkennbare Sicherung signalisiert, dass der Notausgang überwacht wird.
2. Keine Beeinträchtigung des Fluchtwegs
Die Tür bleibt im Ernstfall jederzeit nutzbar und erfüllt weiterhin ihre Funktion als Rettungsweg.
3. Netzunabhängiger Betrieb
Viele Türwächter funktionieren ohne festen Netzanschluss. Dadurch lassen sie sich flexibel und unkompliziert installieren.
4. Wirtschaftliche Lösung
Gegenüber komplexen Fluchttürsteuerungen stellen Türwächter oft eine besonders wirtschaftliche Alternative dar.
5. Flexible Erweiterungsmöglichkeiten
Je nach Ausführung sind zusätzliche Funktionen möglich:
- Voralarm
- Funkweiterleitung
- Einbindung in vorhandene Schließanlagen
- Dauerfreigabe
- Einzelfreigabe
Welche Türwächter-Varianten gibt es?


Einhand-Türwächter
Die 3 Betriebszustände eines Türwächters


Türwächter und Fluchtwegkennzeichnung: Ein unverzichtbares Zusammenspiel
Rettungswegbeschilderung als Bestandteil des Brandschutzkonzepts
- Sichtbare Sicherheitskennzeichnung
Alle Rettungswege müssen eindeutig gekennzeichnet sein.
- Hochwertige Materialien
Insbesondere langnachleuchtende Schilder bieten auch bei Stromausfall zusätzliche Sicherheit. - Dauerhafte Lesbarkeit
Kennzeichnungen müssen dauerhaft erkennbar und beständig gegen Umwelteinflüsse sein. - Normgerechte Ausführung
Die Beschilderung sollte den aktuellen gesetzlichen und normativen Anforderungen entsprechen.
Mehr Sicherheit durch die richtige Kombination aus Türwächter und Kennzeichnung
Telefon: 07261 – 952 777





